
Songbeschreibung – „Ich bin ein Regenbogen“
„Ich bin ein Regenbogen“ ist ein Song über den leisen Mut, sich selbst nicht länger zu verstecken. Über das Aufhören, kleiner zu sein, als man wirklich ist. Und über den Moment, in dem man erkennt, dass die eigenen Farben kein Makel sind, sondern Identität.
Das Cover zeigt eine einzelne Person im Halbdunkel. Kein Gesicht, keine klaren Merkmale – bewusst offen gehalten, damit sich viele Menschen darin wiederfinden können. Ein Regenbogenlicht fällt schräg durch den Raum und trifft genau diese Figur. Es ist kein grelles Licht, kein lauter Effekt. Es ist weich, ruhig und ehrlich. Die Farben legen sich nicht von außen auf – sie scheinen aus dem Inneren zu kommen. Darunter die Worte: „Farben = Identität“. Eine einfache Aussage mit großer Bedeutung.
Der Song beginnt zurückhaltend und nachdenklich. Die Strophen erzählen von Anpassung, von Erwartungen, von Schubladen, in die man nicht passt. Von Angst, falscher Pflicht und dem Gefühl, das eigene Licht lange nicht sehen zu dürfen. Musikalisch spiegelt sich das in einer ruhigen, klaren Atmosphäre wider – wenig Ablenkung, viel Raum für Stimme und Gefühl.
Im Refrain öffnet sich der Song. „Ich bin ein Regenbogen“ ist kein Protest, sondern ein Bekenntnis. Jede Farbe steht für einen Teil der eigenen Geschichte: für Liebe, Zweifel, Mut, Hoffnung und Verletzlichkeit. Der Text macht deutlich, dass Identität nicht eindimensional ist. Sie ist vielschichtig, lebendig und manchmal widersprüchlich – und genau darin liegt ihre Wahrheit.
Besonders in der zweiten Strophe bekommen die Farben eine eigene Sprache. Rot steht für Liebe ohne Bedingungen. Blau für stille Nächte und innere Gespräche. Gelb für den wachsenden Mut, sich selbst anzunehmen. Grün für Hoffnung, die bleibt, auch wenn nicht jeder versteht. Diese Bilder verbinden den Text eng mit dem Cover und machen den Song visuell erlebbar.
In der Bridge wechselt die Perspektive. Aus dem „Ich“ wird ein „Wir“. Der Song richtet sich an all jene, die noch zögern, sich zu zeigen. Er macht Mut, ohne zu drängen, und erinnert daran, dass Sichtbarkeit gemeinsam leichter wird. Niemand muss perfekt sein, niemand muss laut sein – echt zu sein reicht.
Musikalisch bewegt sich „Ich bin ein Regenbogen“ zwischen Pop, Singer-Songwriter und emotionalem Progressive Pop. Der Song wächst behutsam, ohne seine Ruhe zu verlieren. Er lässt Platz zum Atmen, zum Nachdenken und zum Wiedererkennen.
Am Ende bleibt ein Gefühl von Klarheit. Kein Verstecken mehr. Kein Vielleicht. Nur das Wissen:
Liebe kennt kein richtig oder falsch.
Und wer zu sich selbst steht, steht im Licht.
„Ich bin ein Regenbogen“ ist ein Song für alle, die gelernt haben, sich selbst zu sehen – und für alle, die gerade erst anfangen.


